
Maximale Leistung aus Galliumiodidlampen herausholen
Wenn Sie bereits Erfahrung mit herkömmlichen Quecksilberdampflampen haben, kennen Sie das Prozedere. Doch Galliumiodidlampen sind etwas ganz anderes. Wir entwickeln diese Lampen dazu, das Licht in Richtung längerer Wellenlängen zu lenken – insbesondere in den Bereich von 300 nm bis 450 nm. Warum ist das wichtig? Denn dadurch kann das Licht tatsächlich in das Material eindringen. Während herkömmliches UV-Licht meist nur an der Oberfläche reflektiert wird, dringt Galliumiodid tief in das Material ein. Das ist genau die Lösung, wenn man mit dünnen Tintenschichten oder Lacken zu tun hat, die einfach nicht aushärten wollen.
Das Problem des „Aushärtens“
Wir alle haben das schon erlebt: Bei der Verwendung einer Quecksilberlampe trocknet die Oberfläche sofort, während die Unterseite weiterhin feucht bleibt. Das nennt man „Aushärten“ – und das ist ein echtes Problem. Galliumiodidlampen beheben dieses Problem. Sie liefern genügend Energie, damit die Tinte wirklich mit dem Material verbindet, anstatt nur auf der Oberfläche zu bleiben. Wenn Sie mit hochpigmentierten weißen Tinten oder dickflüssigen UV-Lacken arbeiten, verhindern diese Lampen, dass Ihre Arbeit später abblättert.
Achtung: Die Lampen werden sehr heiß
Um die Galliumatome zu aktivieren, benötigt man eine hohe Energiedichte. Das bedeutet, man kann diese Lampen nicht einfach einbauen und dann vergessen, sie abzukühlen. Man muss sicherstellen, dass die Kühlsysteme oder Lüfter wirklich geeignet sind. Wenn das Gehäuse überhitzt, sinkt die Intensität des UV-Lichts – dadurch wird die Quarzkapsel schneller beschädigt.
Einbau in Ihre Werkstatt
Die gute Nachricht ist: Sie müssen Ihre gesamte Aushärtungsanlage nicht aufräumen. Wir haben diese Lampen so konstruiert, dass sie als Ersatz für die vorhandenen Lampen verwendet werden können. In den meisten Fällen passen sie in dieselben Halterungen wie die alten Lampen. Sie müssen also nicht Ihren ganzen Wochenende damit verbringen, alles umzukonfigurieren.
Überprüfen Sie unbedingt, ob Ihr Vorschaltgerät die erforderliche Spannung und Stromstärke liefern kann.
Der Kompromiss
Nichts ist perfekt. Galliumlampen brauchen etwas länger, um warm zu werden als Quecksilberlampen. Man kann sie nicht einfach einschalten und sofort maximale Leistung erzielen. Mein Rat: Geben Sie den Lampen einen Vorwärmzyklus. Lassen Sie die Leistung erst einmal stabilisieren. Das kostet zwar ein paar zusätzliche Minuten, aber es vermeidet, dass die ersten Druckvorgänge ungleichmäßig ausfallen.