
Bei Produkten für Tiere ist die Hygiene oft der entscheidende Faktor. Wenn man diese Eigenschaft auf dem Verpackungsmaterial betonen möchte, muss sie bereits in den Herstellungsprozess eingebaut werden – und nicht nur im Marketing beschrieben werden. Wir haben eine Galliumiodid-Lampe entwickelt, mit der eine ozongefreie UVC-Sterilisierung direkt in der Herstellungskammer stattfinden kann – genau dort, wo sie hingehört – ohne dass dies die chemische Struktur des Polymers beeinträchtigt.
Was technisch wichtig ist:
Durch das Dopieren mit Galliumiodid wird die Emission von Quecksilber so gesteuert, dass die Strahlungsintensität hauptsächlich bei 254 Nanometern liegt. Nur sehr wenig Energie befindet sich im Bereich von 365–405 Nanometern. Diese Trennung ist entscheidend: So wird nur das Mikroben-DNA zerstört, ohne dass versehentlich Photoinitiatoren im Polymer aktiviert werden.
Diese Lampen haben eine Leistung von 60–120 Watt pro Zentimeter. Die maximale Strahlungsintensität beträgt mindestens 40 Millijoule pro Quadratzentimeter an der Zieloberfläche – vorausgesetzt, es wird ein hochreflektierender Dichroikspiegel verwendet. Der Einrichtungsvorgang erfolgt sofort – die volle Leistung wird innerhalb von maximal 3 Sekunden erreicht. Die Geometrie der Glühkerze sorgt dafür, dass die Strahlung gleichmäßig über die gesamte Platte verteilt wird. Man kann mit einer Lebensdauer von 2.000 Stunden rechnen; dabei bleibt die Leistungsabweichung unter 8%, wenn die Strahlungsintensität an einer festgelegten Entfernung mit einem kalibrierten Radiometer gemessen wird.
Warum das in der Praxis funktioniert:
In der Produktion für den Tiermarkt ist es wichtig, die Anzahl der Mikroben zu reduzieren – ohne dass die Platte dabei beschädigt wird. Die 254-Nanometer-Strahlung tötet Bakterien und Schimmel auf der Oberfläche der Platte ab, sodass der weitere Bearbeitungsprozess von einer saubereren Oberfläche ausgeht.
Da die Wärmezufuhr gering bleibt, behält die Platte ihre dimensionalische Stabilität. Zudem ermöglicht das sofortige Einschalten eine schnelle Produktionsgeschwindigkeit. Das Ergebnis sind kürzere Umstellzeiten, weniger fehlerhafte Produkte aufgrund von Oberflächenverschmutzungen sowie eine echte Sterilisationsgarantie.
Wichtige Hinweise:
Die Montagegenauigkeit ist sehr hoch. Die Entfernung zwischen Lampe und Oberfläche sollte bei ±2 Millimetern liegen – andernfalls sinkt die Strahlungsuniformität auf mehr als ±10%. Die Lampe sollte nur mit Geräten kombiniert werden, die EMI-Schutz bieten und eine ordnungsgemäße elektrische Isolation gewährleisten.
Das Quarzkörper muss mit Handschuhen aus Reinraumbetrieb behandelt werden – Fingerabdrücke und Lösungsmittel können die Leistung negativ beeinflussen. Reinigen Sie den Quarzkörper ausschließlich mit Isopropanol. Bevor Sie die Lampe einsetzen, prüfen Sie unbedingt das UV-Transmissionsverhalten Ihres Polymers. Manche Harze absorbieren stark im Bereich unter 300 Nanometern – daher ist eine spektrale Überprüfung ein notwendiger Voraussetzung.