
Lassen Sie uns über die UV-Härtung sprechen – jenseits von einfachem Tintentrocknen.
Die meisten Menschen betrachten UV-Lampen lediglich als Mittel zum schnellen Trocknen der Tinte. Doch wer tatsächlich eine Produktionslinie betreibt, weiß, dass es sich dabei um ein Präzisionswerkzeug für chemische Reaktionen handelt.
Wir betrachten diese Lampen nicht mehr einfach als „Glühbirnen“, die man einzuschalten braucht. Es geht vielmehr um das gesamte System. Wir synchronisieren die Lampen direkt mit den PLC-Steuerungen, sodass die Intensität des UV-Lichts automatisch angepasst wird, je nachdem, ob die Produktionsgeschwindigkeit zunimmt oder abnimmt. So funktioniert es einfach.
Das Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Wärme
Um die gewünschte Effizienz zu erreichen, benötigt man eine bestimmte Energiendosis (in mJ/cm²). Es handelt sich dabei um ein gewisses Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Wärmeproduktion.
Wenn man die Geschwindigkeit des Transportbands erhöhen möchte, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder erhöht man die Intensität der Lampen oder man fügt weitere Härtungsstufen hinzu. Hochleistungs-Lampen ermöglichen zwar eine sofortige Polymerisation, doch sie erzeugen auch viel Wärme. Achtung! Wenn die Kühlfans oder Kühlwassersysteme nicht ausreichen, entstehen verzerrte Teile – was natürlich nicht gut aussieht.
Passende Komponenten
Niemand möchte einen ganzen elektrischen Schrank umrüsten, nur um eine Lampe auszutauschen. Deshalb verwenden wir standardisierte Anschlüsse und Komponenten. So kann man die Lampen einfach austauschen – ohne weitere Umstände.
Im Inneren verwenden wir hochwertiges Quarzglas. Dieses lässt das UV-Licht durch, blockiert aber gleichzeitig die Infrarotwärme, die oft Probleme verursacht.
Was die Elektronik angeht: Spannungsspitzen können UV-Lampen schädigen. Um dies zu verhindern, verwenden wir präzise Ballastgeräte. Dadurch bleibt die Leistung der Lampen konstant – was wiederum dazu führt, dass die Härtung über die gesamte Fläche gleichmäßig erfolgt.
Umgang mit den realen Herausforderungen
Der größte Vorteil ist der Platzbedarf. Man kann einen 20 Meter langen Ofen durch 2 Meter lange UV-Anlagen ersetzen. Das spart enorm viel Platz.
Aber es gibt auch einen Nachteil: den „Schatteneffekt“. Wenn die Teile ungewöhnliche Formen haben, wird eine einzelne Lampe nicht alle Stellen erreichen. Dadurch bleiben einige Stellen feucht. Die Lösung besteht darin, mehrere Lampen zu verwenden, damit ogni Ecke und jede Kante ausreichend beleuchtet wird.
Außerdem sind diese Anlagen modular aufgebaut. Man kann mit wenigen Lampen beginnen und im Laufe der Zeit weitere hinzufügen, je nachdem, wie viele Bestellungen eingehen.