
Warum die meisten industriellen UV-Lampen versagen – und wie wir das Problem gelöst haben
Wir haben viel Zeit in den Produktionsstätten verbracht – genauer gesagt in etwa 3.000 Druckereien. Wenn es etwas gibt, was wir gelernt haben, dann ist es, dass „Fertigprodukte“ aus dem Handel in der Regel nicht für die Realität geeignet sind. Sie können die ständigen Erschütterungen einer Hochgeschwindigkeitsdruckmaschine oder die extreme Hitze nicht aushalten. Deshalb haben wir auf die Standardlösungen verzichtet und stattdessen konsequent an Stabilität und Zuverlässigkeit gearbeitet.
Der Kampf gegen die Hitze
Um Tinte sofort zu trocknen, benötigt man eine hohe Leistung. Doch wenn man einfach zu viele Watt in einen kleinen Behälter packt, führt das dazu, dass die Lampe beschädigt wird. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem. Wir haben viel Zeit damit verbracht, die Zusammensetzung der Elektroden anzupassen. Warum? Weil in einer echten Produktionsstätte die Lampen den ganzen Tag über eingeschaltet und ausgeschaltet werden. Wenn die Kathode Schaden nimmt, stirbt die Lampe. So einfach ist das.
Außerdem spielt die Infrarotwärme eine Rolle: Wenn die Kühllüfter nicht ausreichen, verbiegt sich das Substrat. Um das zu verhindern, haben wir die Geometrie des Reflektors neu gestaltet. Dadurch wird die UV-Energie genau dorthin gelenkt, wo sie benötigt wird – nach vorne – während die Wärme vom Produkt weggeleitet wird.
Die richtige Beleuchtung
Wir verwenden hochreinen gefassten Quarz für die Lampenhülsen. Das dient nicht nur dem Äußeren – es ermöglicht es außerdem, möglichst viel UV-Strahlung durchzulassen. Zudem bricht der Quarz auch nicht, wenn die Temperaturen stark schwanken. Je nach Art der verwendeten Tinte passen wir den Quecksilberdampfdruck so an, dass die richtige Wellenlänge erreicht wird. Wenn man kurzwelliges UV zur Oberflächenbehandlung benötigt, braucht man eine sehr präzise Brennweite.
Und weil niemand seinen Wochenende damit verbringen möchte, ganze Lampenstände umzubauen, haben wir unsere Ersatzlampen so konzipiert, dass sie direkt eingebaut werden können. Sie passen in die vorhandenen Halterungen. Man muss sie einfach austauschen und kann anschließend wieder arbeiten.
Überleben in den Produktionsstätten
Seien wir ehrlich: Druckereien sind schmutzig. Staub sammelt sich auf den Quarzhülsen an – und das beeinträchtigt die Leistung der Lampen. Wir haben bereits gesehen, dass Druckereien wegen einer Schicht Schmutz bis zu 20 Prozent ihrer Trocknungskapazität verlieren. Das ist frustrierend.
Deshalb haben wir uns auf einfache Montagemöglichkeiten konzentriert. Ihr Team kann die Lampen in wenigen Minuten austauschen – ohne einen Ingenieurstudienabschluss zu benötigen.
Noch ein Tipp: Denken Sie daran, dass höhere Intensitäten in der Regel die Lebensdauer der Lampen verringern. Man tauscht Stunden an Lebensdauer gegen schnellere Arbeitsgeschwindigkeiten ein. Es handelt sich dabei um einen fairen Tausch – aber man muss die Nutzungsdauer der Lampen genau überwachen. Niemand will, dass die Lampe gerade in einem wichtigen Produktionsprozess versagt.